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Ich als Bezahlte (4)

Nach dummen acht Stunden da rum sitzen und mit Kollegen, die in dem Nebenbüro sitzen, rumblödeln, kann ich endlich gehen.
Ich fahre zu meiner Wohnung, und komme endlich mal wieder runter. Ich schaue die Post durch, öffne den leeren Kühlschrank und überlege ob ich mir etwas zu Essen bestelle. Meine letzten paar Wochen waren einfach total komisch und merkwürdig. Ich denke über das nach, was so passiert, während ich unter der Dusche stehe und mich endlich mal gehen lasse. Was mache ich da eigentlich? Ich meine, klar ist es schön, wenn man nicht allein ist und wenn man Sex haben kann. Eine der Sachen, die mir nach der Trennung ja so gefehlt haben. Die Frage ist nur, wie lange soll das denn noch gehen? Soll ich einfach immer mit Männern schlafen und mir dafür ein paar Euro geben lassen? Irgendwann kommt der Nächste und dann noch einer und noch einer. Irgendwann führe ich einen Terminkalender in dem ich arrangieren muss wer wann dran ist. Was unterscheidet mich dann noch von einer Prostituierten? Jetzt ja schon nichts mehr.

Ich weiß, es sind Freunde, ich weiß ich bin ungern allein und ich weiß ich liebe Sex. Ich beschließe, dass ich mir keine Gedanken mehr mache.

Was passiert, passiert. Was nicht passiert, passiert nicht.
Jetzt genieß ich in Ruhe und Einsamkeit meine gelieferte Pizza und sehe Fern. Mein Handy piept. Eine Nachricht von Danny. Ob er vorbei kommen kann. Warum auch nicht. Dann bin ich wenigstens nicht mehr allein.
Eine viertel Stunde später klingelt es an meiner Tür. „Hey du.“ Er kommt rein und setzt sich auf mein Sofa. Ich mache die Haustür zu und setze mich daneben. Ich kuschel mich an ihn, denn ich weiß ganz genau warum er da ist. Immerhin geht das ja jetzt seit Wochen mit ihm und Sex und so. Ich bin so müde, dass meine Augen immer wieder zu fallen. „Möchtest du vielleicht einfach schlafen?“ Die Frage an sich habe ich schon kaum noch mitbekommen. Danny nimmt mich und trägt mich auf mein Bett, deckt mich zu, gibt mir einen Gutenachtkuss und legt sich neben mich. Er streichelt mir über die Haare und ich schlafe ein.
Am Morgen darauf bin ich allein in meiner Wohnung. Ein Zettel liegt neben meinem Bett. ‚Ich bin gegangen als du geschlafen hast. Du bist so süß wenn du schläfst. Meld dich bei mir. Ich hab dich lieb.’

27.12.17 20:28
 


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